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7. Spieltag

Entspannte Brettspiele

Schach Wenn es am letzten Spieltag um (fast) nichts mehr geht

Es gibt Menschen, die Schach zur Entspannung spielen. Brett, Figuren, eine gute Tasse Tee und ein freundlicher Partner – und der Sonntagnachmittag ist gerettet. Turnierspieler haben es da in der Regel schwerer, gilt es doch, Punkte für das eigene Abschneiden oder, bei Mannschaftsspielen, für den Erfolg des Teams einzufahren. Hier herrscht eher konzentrierte An- statt gelassene Entspannung.

Für die Akteure von Kissings Erster war das am letzten Spieltag der Kreisliga-1-Saison einmal anders. Der Klassenerhalt war gesichert und in Richtung Aufstieg ging nichts mehr – beste Voraussetzungen also für eine Partie „Chill-out-Schach“. Trotzdem, oder gerade deshalb, gewannen die Kissinger beim Vizemeister Göggingen mit 4,5:3,5 und belegen in der Abschlusstabelle einen sehr guten dritten Platz. Wolfgang Reis, Harald Koch und Michael Kutschenreuter steuerten je einen vollen Punkt zum Mannschaftssieg bei, Jürgen Hartung, Armin Schwilk und Andreas Knipfer spielten remis.

Aus einer geschlossen guten Saisonleistung – sechs der acht Stammspieler erzielten 50 Prozent der möglichen Punkte oder mehr – lassen sich vier Akteure herausheben. Peter Kovar und Rupert Pfaller holten in ihren 6 Partien jeweils 4,5 Zähler. Harald Koch, „hauptamtlich“ Brett-1-Spieler in Kissings zweiter Mannschaft, gelangen gar 4 Siege in 4 Einsätzen für Kissings Erste. Neuzugang Richard Arzberger kam auf starke 2 von 3 möglichen Punkten.

Noch etwas erfolgreicher als die erste Vertretung waren Kissings zweite und dritte Mannschaft. Beide belegen in ihrer Liga den zweiten Platz und steigen in die Kreisliga 2 bzw. B-Klasse auf.

Für Kissing II errang Harald Koch am Spitzenbrett hervorragende 6,5 Zähler aus 7 Spielen, zweitbester Punktesammler war Lars Löber (4,5 aus 7). Mit ausschlaggebend für den Erfolg waren auch hier die überzeugenden Leistungen der Neuzugänge: Andreas Knipfer gewann alle drei Partien, Michael Kutschenreuter holte 2,5 Punkte aus 3 Matches.

Kissings Dritte konnte sich vor allem auf ihre erfahrenen Spieler verlassen. Topscorer waren Dieter Bublies (5,5 aus 7) und Gottfried Stangl (5 aus 7), Jakob Drexler und Claus Holland erspielten jeweils ausgezeichnete 3,5 von 4 möglichen Punkten. Aber auch die Jugendspieler Stephan Brandt sowie Matthias und Johannes Struwe erzielten achtbare Ergebnisse.

Die vereinsinternen Turniere laufen weiter; was die Mannschaftsrunde betrifft, ist für die Kissinger Schachspieler nun bis zum Herbst Entspannung angesagt – mit oder ohne Schach.

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